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Hagia Sophia - Die heilige Weisheit von Istanbul

Eines der wohl bekanntesten Gebäude in Istanbul ist die große Hagia Sophia. Jedes Jahr zieht sie dank ihrer gigantischen Architektur und Vergangenheit unzählige Besucher an. Sie ist eines der beliebtesten Fotomotive in Istanbul und sollte in keinem Urlaubsalbum fehlen, sofern man die Stadt am Bosporus besucht. Nicht selten wird sie sogar als achtes Weltwunder bezeichnet. Der Beiname "heilige Weisheit" leitet sich aus dem griechischen ab. Im türkischen heißt das Monument "Ayasofya"


Hagia Sophia Vorderansicht

Erbaut wurde die Hagia Sophia im 6. Jahrhundert von den Byzantinern. Fortan war sie das Zentrum der christlichen Religion und diente zudem als Krönungskirche für die byzantinischen Kaiser. Sie gilt als die bedeutendste Kuppelbasilika der Spätantike und war bis zur Errichtung des Peterdoms sogar die größte christliche Kirche der Welt.


Die Nutzung durch das Christentum fand jedoch im Jahre 1453 ein Ende, als die Osmanen mit der Eroberung Konstantinopels den Untergang der Byzantiner besiegelten und die Hagia Sophia zur Moschee umgestalteten. Alle christlichen Insignien, Einrichtungsgegenstände und der Altar wurden entfernt, Mosaike und Wandmalereien überhängt oder mit Putz verdeckt und die Inneneinrichtung wurde für die neue Nutzung als Moschee umgebaut. Die äußerlich größte Veränderung brachte die Errichtung von vier großen Minaretten, welche den Sakralbau seitdem umgeben.


Hagia Sophia Innenansicht Wände

In diesem Zustand diente die Hagia Sophia bis zum Jahre 1931 als Moschee. Anschließend wurde sie nämlich durch die neue türkische Regierung, genauer auf Anweisung von Mustafa Kemal Atatürk, zu einem Museum erklärt. Im Verlauf der folgenden Restaurierungsarbeiten wurden noch gut erhaltene christliche Wandmalereien und Mosaike wieder freigelegt. Bei den Umbauten wurde darauf geachtet, ebenfalls die muslimischen Elemente zu erhalten. 2020 wurde die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umgewidmet, sodass in Ihr nun wieder Gebete stattfinden.



Die Hagia Sophia mit den zahlreichen Verzierungen und Mosaiken eine interessante Mischung zweier Weltreligionen dar. Sie ist seit 1985 zudem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und eines der beliebtesten Touristenziele in der gesamten Türkei.



Das Bauwerk beeindruckt aber nicht nur mit ihrer wechselhaften, von Religionen geprägten Geschichte. Berühmt geworden ist die Hagia Sophia vor allem durch ihre gigantische Größe. Mit einer Bauzeit von nur fünf Jahren und 11.000 Arbeitern gilt sie als architektonische Meisterleistung ihrer Zeit. Das wohl auffälligste Element ist die große Kuppel, welche rund 31 Meter breit ist. Mit ihren 40 Fenstern bringt sie ein besonderes Licht ins Innere der Hagia Sophia. Historiker und Architekten sind sich bis heute noch nicht darüber einig, wie in damaliger Zeit eine so überdimensionierte Kuppel errichtet werden konnte.



Die Hagia Sophia ist ganzjährig für Besucher zugänglich. Von April bis Oktober täglich von 09:00 bis 19:00 und über die Wintermonate von 09:00 bis 17:00. Zu beachten ist, dass sie für Nicht-Musmlime nur außerhalb der islamischen Pflichtgebetszeiten zugänglich ist. Der Besuch kostet keinen Eintritt mehr.



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