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Türkei-Knigge, was ist zu beachten?

Andere Länder, andere Sitten und somit natürlich auch andere Gepflogenheiten und Ansichten. Deshalb haben wir nachfolgend einige wichtige Punkte zusammengefasst, um sich im nächsten Urlaub besser den Gegebenheiten in der Türkei anpassen zu können.


- Beim Essen nicht die Nase putzen: Während in Deutschland das Schnäuzen der Nase am Esstisch toleriert wird, gilt dies in der Türkei als widerlich. Deshalb steht man auf und schnäuzt sich die Nase an einem Ort abseits der anderen, zum Beispiel auf der Toilette


- Nicht auf Geldscheine schreiben: Ein absolutes No-Go ist es, wenn man in der Türkei Geldscheine der dortigen Währung, der Lira, beschriftet, bzw. auf diesen Notizen vermerkt. Denn damit würde man ein Abbild Kemal Atatürks beschädigen, was in der Türkei gar nicht gern gesehen wird.


- Trinkgeld geben: Trinkgelder, auch Bakschisch oder in den Urlaubsregionen Tip genannt, sind in der Türkei üblich und werden in vielen Fällen auch erwartet. Im Normalfall kann man auch in der Türkei im Restaurant von 10% des Rechnungsbetrags als angemessenes Trinkgeld ausgehen. Bei Taxikosten oder anderen Dienstleistungen rundet man einfach auf. Mehr zum Thema Trinkgeld könnt ihr hier nachlesen.


- Weiteren Tee richtig verneinen: In der Türkei bekommt man sehr oft und so gut wie überall Tee angeboten, welcher dann auch regelmäßig nachgeschenkt wird. Ist kein weiterer Tee mehr erwünscht, legt man einfach den kleinen beigefügten Löffel quer über das Teeglas.


- Falsch verstandene Handzeichen vermeiden: Es wird nicht gern gesehen, wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt. Die bei uns bekannten Okay-Zeichen, der Ring aus Zeigefinger und Daumen geformt, sowie der Daumen hoch, gelten in der Türkei als Beleidigung.


- FKK und Oben Ohne: Das öffentliche Nacktbaden ist in der Türkei verboten. Dies gilt offiziell auch für das "Oben Ohne"-Sonnen der Frau, welches in den Touristenregionen jedoch häufig toleriert wird. Zur Vermeidung von Provokationen und der Erregung des öffentlichen Ärgernisses sollte man aber besser darauf verzichten.


- Vorsicht beim Fotografieren: Natürlich darf man schöne Fotos für das Urlaubs-Album schießen. Die Kamera unten lassen sollte man jedoch bei militärischen und staatlichen Einrichtungen, denn hier ist das fotografieren verboten.


- Verhalten von Pärchen: Händchenhalten und Küssen in der Öffentlichkeit ist normalerweise nicht gern gesehen, wird bei Touristen in den Urlaubsregionen aber toleriert.

- Kein Alkohol in der Öffentlichkeit: Seit Einführung des neuen Alkohol-Gesetzes ist dessen Konsum in Parks und auf offener Straße verboten. Diese Einschränkung betrifft jedoch nicht den Ausschank in den Bars und Restaurants.


- Politische Gespräche vermeiden: Ob beim Bar-Besuch oder auf dem Basar, Smalltalk ist gerne gesehen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, negative Gespräche über Politik und Staat zu vermeiden, denn Kritik oder gar Beleidigung an Staat oder Regierung stehen in der Türkei unter Strafe.


- Respekt vor Älteren: Wie in vielen südlichen Ländern üblich, erfahren Ältere in der Türkei von jüngeren Mitmenschen einen großen Respekt. So hält man sich bei der Begrüßung mehr zurück und unterbricht eine ältere Person nicht beim Sprechen. Ist im Dolmus (türkischer Sammelbus, mehr dazu hier) kein Platz mehr frei, ist das Freimachen eines Sitzplatzes für eine betagte, ältere Person eine Selbstverständlichkeit.


- Keine Steine oder Antiquitäten mitnehmen: Der Erwerb, der Besitz und die Ausfuhr von Antiquitäten ist verboten und kann hart bestraft werden. Dazu zählen zum Beispiel gefundene Fossilien, behauene Steine aus antiken Stätten, alt aussehende Gegenstände ja sogar Steine vom Strand.


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